Daniela Pesendorfer

A+ A A-

Kinder stellen ihre Stadt vor

Kinder aus zwei verschiedenen Städten malen, zeichnen, und fotografieren ihre individuell wahrgenommene Stadt. Es werden gemeinsame Treffen um zu malen, zeichnen,... vorgeschlagen, oder versucht im Kontakt mit Schulen die Arbeit in den Unterricht einfließen zu lassen.

Die Kinder können aber auch selbständig zu Hause nach Lust und Laune ihre Stadt porträtieren. Einzige Einschränkung ist eine gemeinsam gewählte Bildgröße, sodass sich die verschiedenen Techniken besser zu einem Stadtbild verbinden lassen. Zuvor werden die einzelnen Stadtansichten jedoch auf Karton kaschiert und zu einem räumlichen Modell verändert. Dies kann unter anderem durch Biegung des Kartons oder durch einen Anbau (zum Beispiel Balkon) erfolgen. Gemeinsam mit den Kindern stellt die Künstlerin die einzelnen Hausansichten zusammen, und eine Modellstadt der Kinder entsteht. Nun werden beide Modellstädte, die räumlich von einander getrennt sind, mittels Videokamera abgefilmt und am Computer zu einer einzigen Stadt verbunden.

Die Abfilmtechnik richtet sich nach den entstandenen Stadtmodellen. Eine weitere Darstellungsmöglichkeit bietet das Zeigen der „Straße“ mit den jeweiligen BetrachterInnen, sodass das Modell noch stärker als solches sichtbar wird.

Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Stadtwahrnehmung und die Veränderungswünsche der jeweiligen kleinen BewohnerInnen. Durch die freie Ausdruckswahl (Fotografie, Zeichnung, Malerei) und das unterschiedliche Alter der Kinder (8 bis 12 Jahre) entsteht eine patchwork artige Stadt.

In der Arbeit wird das Modell als solches erkannt und löst sich von der Darstellung einer realen Welt als seine Funktion. Das Modell erschafft vielmehr ein hybrides Stadtgeflecht.

Letzte Änderung am Freitag, 03 April 2015 14:41
Mehr in dieser Kategorie: « Ornamentaler Schmutz